Werkstatt Junge Kunst

Leitung: Lydia Reichberg

Kinder zwischen 10 und 14 wollen nicht mehr „basteln“ — sie wollen ernst genommen werden. Genau hier setzt Lydia Reichberg mit ihrer Frage-Pädagogik an: Nichts wird vorgezeichnet, nichts wird ausgemalt. Stattdessen lernen die Kinder, genau hinzusehen: Was ist dunkler, der Kürbis oder sein Schatten? Aus genauem Sehen entsteht eigenes Können — und daraus Selbstvertrauen. Der Kurs fördert:

  • Konzentration und Ruhe: zwei bildschirmfreie Stunden, in denen die Kinder zur Ruhe kommen und zu sich selbst.
  • Wahrnehmung und Feinmotorik: geschult mit akademischen Grundtechniken, kindgerecht vermittelt.
  • Selbstbewusstsein: jedes Kind arbeitet an eigenen Bildern, die am Ende einer kleinen Ausstellung gezeigt werden — ein stolzer Moment, der im Gedächtnis bleibt.

Zeichnen beginnt mit Hinsehen. In der „Jungen Kunstwerkstatt“ lernen Kinder von 10 bis 14 Jahren unter Anleitung der akademisch ausgebildeten Künstlerin und Kunstpädagogin Lydia Reichberg das Fundament jeder Kunst: das genaue Sehen. Vom Bleistift über Ölpastell bis zum Aquarell wachsen aus einfachen Naturstudien eigene Bilder, denen die Kinder stolz einen Titel geben. Die Workshops bauen aufeinander auf; der Einstieg zu Semesterbeginn wird empfohlen. Maximal 8 Kinder pro Termin — jede und jeder erhält individuelle Anleitung. Das Material wird anfangs gestellt, danach erhalten Sie eine Einkaufsempfehlung.

Praktische Schwerpunkte

Die Workshops bauen aufeinander auf; der Fortschritt entsteht durch die regelmäßige Teilnahme. Ein Quereinstieg ist möglich, aber nicht vollumfänglich empfehlenswert — Lydia gleicht fehlende Grundlagen in den ersten Terminen individuell aus, der vollständige Lernbogen bleibt der empfohlene Weg.

  • Sehen lernen mit Bleistift
    Linie, Schraffur, Hell und Dunkel; erste Naturstudien: Blätter, Steine, Früchte; einfache Gegenstände „be-greifen“

  • Ölpastell — Erste Farben
    Farbauftrag, Mischen und Schichten; Blumen und Früchte (Lydia Reichbergs Erntedank-Motive); erste eigene Bildtitel — Bilder bekommen eine Geschichte
  • Aquarell — Wasser und Leichtigkeit
    Lasur, Verlauf, Licht; Landschaften der Region: Wald, Wiese, Moor und Teich
  • Vielfalt & kleine Ausstellung
    Kohle, Tusche und freie Themen; gemeinsame Präsentation der Arbeiten für Familie und Freunde

Termine*:

  • ab 24. Oktober 2026 jeden Samstag von 13:30 – 15:30 Uhr

*) Terminänerungen vorbehalten

Ort

Atelier Lydia Reichberg in Heidenreichstein
Grillparzer Straße 10
3860 Heidenreichstein
Veranstaltungsort auf OpenStreetMap anzeigen

Preis

  • per Vorkasse: € 36,— inkl. MwSt. pro Samstags-Workshop

Anmeldung

  • Die Plätze sind begrenzt — sichern Sie sich rasch Ihre Lieblingstermine!
  • Anmeldeschluss ist stets der Donnerstag vor dem Workshop-Termin.
  • Die Teilnahme am jeweiligen Workshop ist erst nach Einlangen der Kursgebühr fixiert.
  • Eine Barbezahlung direkt beim Workshop ist nicht möglich.

Teilnehmer:innenanzahl

  • min. 2, max. 8 Kinder

Lydia Reichberg

Portraitfoto von Lydia Reichberg: Die Malerin und Kunstpädagogin sitzt im Atelier zwischen ihren Werken – einem Landschaftsbild, einer Skulptur und einer Vase.
Lydia Reichberg – akademische Malerin und Kunstpädagogin im Portrait

Botschafterin der Gefühle

Es beginnt mit einer Frage. „Was ist dunkler, der Kürbis oder sein Schatten?“ Wer bei Lydia Reichberg malen lernt, wird nicht belehrt – man wird zum Hinsehen eingeladen. Die Künstlerin und Kunstpädagogin hat an der Universität für Bildende Kunst in St. Petersburg studiert, jener traditionsreichen Schule, in der Zeichnen als „Sehen lernen“ verstanden wird. Ihre eigenen Bilder – Blumen, Früchte, Landschaften, vieles in leuchtender Ölpastelltechnik – beschreibt sie als „belebte Botschaften meiner Gefühle und Gedanken“. Eine ihrer Bleistiftzeichnungen trägt den Titel „Jeder Tag ist 24 Stunden Freiheit“; eine Zeile, die nicht zufällig klingt wie ein Versprechen an alle, die im Malen eine Auszeit suchen. Lydia Reichberg gründete 2006 ihre eigene Kunstschule und begleitete fast zwanzig Jahre lang Kinder, Jugendliche und Erwachsene – von der ersten Schraffur bis zur fertigen Bewerbungsmappe für die Kunstakademie; eine ihrer Schülerinnen studiert heute in Kassel. Mit Kindern aus der Landeserstaufnahmestelle malte sie, weil Bilder Sprachbarrieren überwinden, und stellte mit ihren Schülern bei Festen und im Rathaus aus. In Heidenreichstein setzt sie diese Arbeit nun im Rahmen von Waldviertel Exklusiv fort – und bleibt dabei ihrer Überzeugung treu: Kunst beginnt damit, „sensibel zu machen für die kleinen Dinge“.

Anmeldung

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