geschrieben von Dr. Nina Hlava

Wir blicken auf ein außergewöhnliches Festival voller Begegnungen, Bewegung und berührender Augenblicke zurück.

Für einige Tage wurde das TAM — Theater an der Mauer zu einem Ort, an dem gespielt, getanzt, gelacht, gestaunt und gemeinsam erlebt wurde. Neue Bühnenmomente wurden entdeckt, im Trainingsraum entstanden leise und rührende Szenen, Kinder und Erwachsene bewegten sich ganz selbstverständlich gemeinsam durch imaginäre Welten — als wäre es die natürlichste Sache der Welt.

Es wurde jongliert, improvisiert, philosophiert und vor allem: mit dem Körper erzählt. Manche verliebten sich neu in den Stepptanz, andere fanden im clownesken Spiel einen unerwarteten Ausdruck für sich selbst. In allen Ecken des Theaters entstanden diese seltenen, echten menschlichen Momente, die man nicht planen kann — Momente voller Mut, Präsenz, Humor und Verbindung.

Die internationale Abendshow mit Nina Hlava, die Workshops in Pantomime, Clownerie, Stepptanz und Jonglage, das Symposium über die Rolle des Humors im Alltag sowie die Matinee „Die Kunst des Augenblicks“ machten sichtbar, wie vielfältig und lebendig zeitgenössische Bewegungskunst sein kann: poetisch, rhythmisch, persönlich und zugleich hochprofessionell.

Vor allem aber waren diese Tage ein bewusst analoger Raum.

  • Ein Raum für Körperarbeit statt Dauerablenkung.
  • Für Begegnung statt Oberfläche.
  • Für Zuhören, Beobachten, Scheitern, Lachen und gemeinsames Wachsen.

Ein Raum, in dem Kunst nicht konsumiert, sondern erlebt wurde — als Dialog, als Spiel und als lebendiger Ausdruck dessen, was Menschen verbindet.Die Künslerinnen des Pantomime-, Clownerie- & Stepptanz-Festivals auf der Bühne, die in einer Reihe stehen und sich verbeugen. Eine Person in pinker Kleidung steht rechts im Vordergrund und führt die Bewegung an. Im Hintergrund sind ein gemusterter Vorhang und eine gemauerte Wand zu sehen. (Foto: C. Inel)

Besonders bewegt uns auch, dass dieses Festival vollkommen unabhängig und ohne Fördergelder realisiert wurde. Es war ein klares Zeichen dafür, dass ehrliche, mutige Kulturarbeit möglich ist — getragen von Leidenschaft, Gemeinschaft und dem Vertrauen in die Kraft der Kunst.

Wir danken allen Künstler:innen, Teilnehmer:innen, Besucher:innen und Unterstützer:innen, die dieses Festival mit Leben gefüllt haben.
Und wir freuen uns schon jetzt auf alles, was daraus weiterwachsen darf.

Gemeinsam im Rhythmus — Bewegung und Ausdruck verbinden.

Dr. Nina Hlava über die mitwirkenden Personen

Wir danken unseren Kooperationspartner:innen